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WARBURG EFFEKT




Unsere Forschung lokalisiert die Ursache des Warburg-Effektes nicht mehr nur in einer Störung der mitochondrialen Atmungskette, sondern in einer Mutation der von Kinasen abhängigen Signalwege, die die Glukoseaufnahme und den Glukosestoffwechsel der Zelle beeinflussen:

Wir fanden heraus, daß bestimmte Kinase-Inhibitoren,  diese Störung günstig beeinflussen können.

Monitoring der Warburg’schen Gärung (aerobe Glykolyse)

Tumor-Diagnostik der neuesten Generation:

Selektive Identifikation gärender Tumorzellen in der Blutbahn

Tumorzellen haben einen gestörten Zuckerstoffwechsel, zitiert nach Otto Warburg, 1924

On the origin of cancer cells – Otto Warburg – Science 20 Februar 1956, B. 123, Nr. 3191

Tumorzellen nehmen auch unter aeroben Bedingungen ca. zwanzigmal mehr Glukose auf als gesunde Zellen und bilden auch unter ausreichend Sauerstoffzufuhr massiv Milchsäure. Ein Stoffwechselprodukt, das bei gesunden Zellen nur während der anaeroben Glykolyse auftritt. Im Gegensatz zu gesunden Zellen benutzen insbesondere invasive Tumorzellen zum Abbau von Glukose sowohl unter anaeroben als auch aeroben Bedingungen zum überwiegenden Teil den Pentose-Phosphat-Zyklus, während gesunde Zellen Glukose unter aeroben Bedingungen mit Hilfe des Zitronensäurezyklus verbrennen und dabei 38 ATP-Moleküle pro eingesetztem Glukosemolekül gewinnen, während über den Pentosephosphatzyklus nur zwei Moleküle ATP pro eingesetztem Molekül Glukose generiert werden können.

 

AKT ist eine an die Phospholipide der Zellmembran angekoppelte Kinase, die in Abhängigkeit von ihrer Phosphorylierung Tumor-Suppressoren ausschaltet und den Rezeptor mTOR statt dessen einschaltet. Daraufhin kommt es zur Umstellung des intrazellulären Glukosestoffwechsels von oxidativer Phosphorylierung auf aerobe Glykolyse, also zur milchsäurebildenden Gärung (Warburg-Effekt) und einer Stimulierung des Stoffwechsels für Aminosäuren, so daß es in Abhängigkeit von der mTOR-Aktivierung zu einer mRNA-gestützten vermehrten Protein-Translation kommt, die die Zellgröße, den Zell-Metabolismus, das Zell-Überleben und die Wanderng der Zellen stimuliert. Dem können AKT- und mTOR-Antagonisten entgegentreten, sog. Inhibitoren wie das Rapamycin.

 






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